Sonntag, 15. Januar 2017

KAMBODIA AND VIETNAM


Schande über mich... mein letzter Blogpost ist eine gefühlte Ewigkeit her. Dafür wird dieser hier aber  auch umso länger. Ein paar Bilder kennt ihr noch nicht, die meisten aber hab ich euch schon auf Instagram gezeigt 😊 
So nun aber los mit meinem Traveldiary und wertvollen Tipps zu Kambodscha und Vietnam.🌴 Wie ihr vielleicht wisst, mag ich keine All-Inclusive Urlaube, in denen man sich in schicken Hotels bedienen lässt... Ich brauch Action und möchte so viel wie möglich von der fremden Kultur sehen und erleben. Ich möchte also Land und Leute kennenlernen. Und genau das hab ich in meinen 2 Wochen in Südostasien 😍

Los gings mit einem Höllenflug nach Bangkok. ✈ Höllenflug deshalb, weil wir mit Air China geflogen sind und einen 6-stündigen Aufenthalt in Peking hatten. Air China war wirklich die grottigste Fluggesellschaft, mit der ich je zu tun hatte. Furchtbares Essen und Filme aus dem gefühlt letzten Jahrhundert (bei dem Flug, bei dem jeder einen Bildschirm vor sich hatte... ich wusste nicht, dass es noch Langstreckenflüge ohne -ich nenn es jetzt mal- Entertainmentpaket gibt, aber ja die gibt es noch). Zudem kam dann noch unser Aufenthalt, bei dem wir uns entweder die Chinesische Mauer oder Peking anschauen wollten. Tja Pustekuchen... Die Chinesen sind von der ganz schlauen Sorte und besetzten nur einen Schalter, an dem man Visumfrei bis zu 72 Stunden einreisen darf. Blöd nur, dass ungefähr 1000 Menschen das Gleiche vorhatten wie wir... Nachdem also die 10. Flughafenangestellte, die wir gefragt haben, endlich Englisch sprach, entschieden wir aufgrund der voraussichtlich 3- stündigen Wartezeit am Schalter und der Verkehrslage am Flughafen zu warten, da wir sonst unseren Weiterflug nach Bangkok hätten verpassen können. Hinzu kam dann noch erschwerend, dass am Flughafen in Peking arktisartige Temperaturen herrschten und wir uns regelrecht den A**** abfroren. Nach schlimmen 6 Stunden ging es schließlich endlich weiter nach Bangkok.

Dort angekommen haben wir eine Nacht in einem flughafennahen Hotel verbracht, da der nächste internationale Flug nach Siem Reap (Kambodscha) erst am nächsten Morgen ging. Schon war unser Zeitplan hinüber...😂Nachdem wir uns im wunderschönen Pool des Paragon Inn Resorts erfrischt hatten, gings gleich noch in Richtung Backpackerstraße, die bekannte Kao San Road.

Am nächsten Morgen ging es gleich um 7 Uhr zurück zum Flughafen. Der Flug nach Siem Reap dauerte nur eine gute Stunde. Hingezogen hat sich natürlich mal wieder die Einreise, bei der wir gleich die Korruptheit der Polizisten am Flughafen zu spüren bekamen. Wir lernten schnell: Wer zahlt, ist in ihrem Land herzlich willkommen... Nachdem also jeder sein Visum on Arrival für 30$ in der Tasche hatte (Und das auch ohne ganz Passfoto), machten wir uns auf den Weg ins Retreat Hotel.

Nach einer Erfrischung im Pool, suchten wir sofort nach einem Tuk Tuk Fahrer, mit dem wir uns die atemberaubenden Tempelanlagen ansehen wollten. Diese waren wirklich sehr beeindruckend und ich muss jedem ans Herz legen, einmal die Tempel von Kambodscha zu besichtigen. Also ab auf die Bucket List damit! Unsere Tour umfasste 5 Tempel, wobei die Beeindruckendsten davon der Angkor Wat, der Bayon und der Ta Prohm (Tomb Raider Tempel) waren. Toll fand ich auch, dass es dort keinerlei Absperrbänder gab. Man konnte wirklich auf jeden Stein klettern und sich alles genau anschauen... in Deutschland wäre so etwas ja undenkbar.

Nach Siem Reap ging es mit einem Inlandsflug weiter nach Sihanoukville. Die Inlandsflüge sind in Kambodscha um einiges teurer als zum Beispiel in Thailand. Durchschnittlich haben wir für einen Flug ca. 150€ bezahlt. Aber das war es mir wert, bevor ich 12 Stunden mit dem Bus unterwegs gewesen wäre.. Phnom Penh haben wir aus zeitlichen Gründen leider nicht geschafft.

Angekommen in Sihanoukville sind wir gleich an den Strand, wo wir es uns 2 Tage gut gehen ließen und uns das erste mal so richtig erholen konnten. Wir bemerkten schon auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel, dass überall Unmengen an Müll herumlagen und sehr viel Armut herrschte. In Kambodscha gibt es außerdem dutzende Waisenhäuser und Straßenkinder, was einem wirklich fast das Herz bricht. Zudem haben wir kaum alte Menschen gesehen, da viele im Bürgerkrieg starben. Das monatliche Durchschnittseinkommen der Menschen dort liegt bei ca. 70$, was die Massage am Strand für 2-5$ erklärt...

Einen Tag vor Silvester ging es dann mit einem Speedboot ⛴ auf die Insel Koh Rong, auch Puppy Island genannt, weil es dort so unglaublich viele Hundewelpen gibt. 🐶 Nicht nur deshalb hat es mir dort mit Abstand am besten gefallen. Das Flair auf der Insel war einfach fantastisch. Es gibt dort keinen Straßenverkehr, sondern nur wunderschöne Strände, endlose Natur, Dschungel und chillige Strandbars.
Wir hatten unseren Bungalow am Nature Beach, der wirklich total idyllisch war. Dort befindet sich auch die Schaukel im Wasser, die man aus so manchen Instagrampics kennt :) Schön war auch, dass an diesem Strand so gut wie nichts los war und nur von den Touristen der Bungalows genutzt wurde. Die Betreiber des Bungalow Resorts waren leider sehr unfreundlich und einfach nur geldgeil... Aber darüber konnte man bei dem Strand auch mal hinwegsehen. Ein weiteres Problem war, dass man oft aufgrund des hohen Wellengangs nicht zum Main Beach gelangen konnte. Falls man hier also ein paar Tage verbringen möchte, ist das wirklich pure Erholung. Will man eher feiern, sollte man sich eine Unterkunft am Main Beach suchen, sodass man die Strandbars zu Fuß erreichen kann. Am Silvesterabend ging Gott sei Dank eine Fähre zum Main Beach, von wo aus wir die Silvesterparty am Police Beach erreichen konnten. Und genau die hat dann wirklich nochmal alle Erwartungen übertroffen. Alle waren verrückt gekleidet und ich habe mich ein wenig nach Woodstock zurückversetzt gefühlt 💞🍹🌈

An Neujahr ging es abends mit einem Kater im Schlepptau wieder zurück ans Festland nach Sihanoukville. Dort übernachteten wir in einem kleinen Bungalow in der Nähe des Strandes. Am nächsten Morgen ging es um halb 8 weiter mit dem Bus nach Ha Tien (Vietnam) und von dort aus mit der Fähre auf die Insel Phu Quoc. Unser Hotel lag am Long Beach, wo wir sofort ins Meer hüpften. Einen Tag wurde auch noch der Sao Beach, der sogenannte Maledivenstrand von Vietnam besucht. Leider war es an diesem Tag sehr bewölkt und der Strand konnte uns nicht überzeugen...

Mein Fazit: Kambodscha ist ein tolles Land, die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit und die Tempelanlagen sind der Hammer. Von Vietnam haben wir nur Puh Quoc gesehen, von dem wir nicht soooo begeistert waren. Wir sind dem Rest von Vietnam aber nicht voreingenommen 😌 Zum Schluss ging es noch 2 Tage nach Bangkok, wo wir shoppen waren. Dafür fährt man am besten ins Siam Paragon und auf den Chatuchak Market, der Freitag Abend und Samstag tagsüber geöffnet hat. Die Tempel und Kultur dort haben wir ja das letzte mal, als wir in Thailand waren schon in vollen Zügen genossen :)

Unsere Hotels haben wir schon von Zuhause aus vorreserviert, da in den Weihnachtsfeiern in Asien ziemlich viel los ist. Wir haben das Meiste über Booking und Agoda gebucht (alles hat problemlos funktioniert):
1. Bangkok: Flughafennahes Resort: Paragon Inn (Toller Pool, Fahrt ins Zentrum von Bangkok ca. 30 Minuten, saubere Zimmer)
2. Siem Reap: Tempelnahes Resort: Retreat Hotel (sehr freundliches Personal, idyllischer Pool, schnucklige Zimmer mit Balkon, leckeres asiatisches Essen)
3. Sihanoukville: NA Boutique Hotel (Neubau, sehr sauber, schöner Pool, freundliches Personal, mit dem Roller ca. 10 Minuten vom Strand entfernt)
4. Koh Rong, Nature Beach: Romdoul Resort (ruhig, abgelegen, wunderschöner Strand, unfreundliches Personal, überteuertes Restaurant, Essen dauert Ewigkeiten)
6. Vietnam Phu Quoc: Lamha Hotel (ok, nichts besonderes, westlicher Standard, netter Pool, Frühstück i.O.)
7. Bangkok: 5 Sterne Avani Atrium Hotel (sehr schön, toller Pool auf dem Dach, nettes Personal, überragendes Frühstücksbuffet)



Tempelanlagen








Sonnenauf- und Sonnenuntergänge




Strände




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